Bayernhaus Immobilien informiert über die Heizkostenabrechnung

Heizkostenabrechnung

Im Rahmen der jährlichen Betriebskostenabrechnung erhalten alle Nutzer auch ihre Heizkostenabrechnung. Diese zu verstehen ist nicht immer ganz einfach weswegen wir hier die wichtigsten Begriffe und Bestandteile der Heizkostenabrechnung kurz erläutern möchten.

Grundsätzliches: Heizperiode – Nachtabsenkung - Ablesung

Als Heizperiode werden allgemein die 7 Monate von 1. Oktober bis 30. April angenommen. In diesen Monaten ist die Heizung so geschaltet, dass neben Warmwasser auch Heizungswärme erzeugt wird. Dies geschieht um die Heizkosten des Gebäudes gering zu halten. Natürlich kann auch in längeren Perioden sommerlicher Kälte die Heizung eingeschaltet werden.

Die meisten Heizungen haben eine automatische Nachtabsenkung. Hier werden aber immer noch 15-17 Grad Celsius Raumtemperatur erreicht. In der Regel wird von 24.00 Uhr Nacht bis 6.00 Uhr Morgens die Heizung herunter geregelt. Dies geschieht um die Heizkosten des Gebäudes niedrig zu halten.

Die Ablesung der Messgeräte erfolgt in der Regel einmal jährlich.

Verbrauchsmessung - Messgeräte

Der Verbrauch wird durch am Heizgerät befestigte Messgeräte, so genannte Heizkostenverteiler, gemessen. Zum Zeitpunkt der Ablesung wird bei Verdunstungsheizkostenverteilern der Flüssigkeitsspiegel und bei elektronischen Heizkostenverteilern der Verbrauchswert lt. Anzeige von der beauftragten Ablesefirma auf dem Display abgelesen.

Zum Zeitpunkt der Ablesung kann noch keine Aussage über die Höhe der Heizkosten gemacht werden, da hierfür die gesamten Werte und Daten des Gebäudes erforderlich sind.

Alle Messgeräte sind durch Plomben vor unberechtigten Eingriffen geschützt. Manipulationsversuche sind nach § 263 Strafgesetzbuch strafbar. Die Hersteller der Messgeräte versichern immer wieder, dass alle Manipulationsversuche zu höheren Verbrauchswerten führen und nicht zu niedrigeren.

Die Messgeräte für Heizkörper müssen nicht regelmäßig geeicht werden. Warm- und Kaltwasserzähler jedoch schon.

Immer wieder wird von Mietern die Verbrauchsmessung an unbenutzten Heizkörpern oder an heißen Sommertagen moniert. Diese so genannte Kaltverdunstung tritt physikalisch bedingt auf. Da sie aber bei allen Messgeräten der Fall ist, ergibt sich für den Einzelnen daraus kein Nachteil. Dies gilt so auch für eventuelle Messdifferenzen der Geräte.

Verbrauchskostenermittlung

Welche Kosten im Rahmen der Heizkostenabrechnung auf die Nutzer umgelegt werden können, regelt die Heizkostenverordnung in § 7 (Heizung) sowie § 8 ( Warmwasser). Generell sind dies die Brennstoffkosten (Gas, Öl etc) aber auch Nebenkosten des Betriebes wie z.B. Strom, Wartung und Kaminkehrer.

Die Summe aller umlagefähigen Kosten wird in Grund- und Verbrauchskosten aufgeschlüsselt und auf die Nutzer umgelegt. Die Umlage der Verbrauchskosten geschieht nach den Werten der abgelesenen Verbrauchszähler = Heizkostenverteiler (siehe oben). Die Grundkosten werden ermittelt nach den Kosten, die zur Deckung der Fixkosten (dies sind Kosten, die auch ohne Wärmeverbrauch und unabhängig von der Höhe der Wärmeabnahme entstehen), Rohrleitungsverlusten und einem Anteil von Kosten durch die Ausgleich für Merkmale des Gebäudes wie z.B. Dachwohnungen oder Wärmeübergänge von Wohnungen ausgeglichen werden sollen. Somit wird vermieden, dass Wohnungen an Außenwänden des Gebäudes oder im Dachgeschoss (bei ungedämmten Kellerdecken auch im EG möglich) gegenüber Wohnungen mit Mittellage (d.h. zwischen anderen Wohnungen) benachteiligt werden. Der Anteil der Grundkosten wird von der Abrechnungsfirma ermittelt und beträgt zwischen 30-50% der Gesamtkosten. Die Umlage der Grundkosten geschieht meist nach Wohnfläche, so haben auch Wohnungen im Leerstand Grundkosten zu zahlen.

Bei Mieter- oder Eigentümerwechsel wird von den Abrechnungsfirmen die Gradtagszahl zur Aufteilung der Kosten herangezogen oder auf Wunsch eine Zwischenablesung durchgeführt. Die Gradtagszahlen werden vom Deutschen Wetterdienst ermittelt und stellen den Maßstab für den Temperaturverlauf einer Heizperiode dar. Hierdurch wird der jahreszeitlich bedingte Temperatur-unterschied in der Heizkostenabrechnung gerecht berücksichtigt.

Verbrauchsunterschiede

Die Höhe des individuellen Verbrauches ist sehr unterschiedlich. Es kommt vor, dass manche Mieter 6 mal höhere Heizkosten haben als andere. Hierfür ist hauptsächlich das eigene Verbrauchsverhalten ursächlich. Neben Faktoren der Lebensgewohnheiten spielt auch das richtige Lüften und Heizen eine entscheidende Rolle. Wir verweisen hier auf unser Merkblatt richtig Heizen richtig Lüften, welches auf unserer Homepage zum download bereit steht.

Sparen Sie Heizenergie, wohnen Sie gesünder und schonen Sie unsere natürlichen Ressourcen, leisten Sie Ihren aktiven Beitrag zum Umweltschutz.

Wussten Sie schon : ca. 45 % des gesamten Energiebedarfes in Deutschland wird von den privaten Haushalten und hier insbesondere für Heizung verbraucht!

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